
DIE STORY
Jeder Kajaker kennt das, winterliche Temperaturen, kein Wasser im Bach und man vertreibt sich die Zeit im Paddler-Internet, DVD’s, dem KANU Magazin oder sonstiger (Fach-) Literatur… Kann doch eigentlich nicht so schwer sein ein paar Wochen nicht an Wellen, Stufen, Walzen und Kehrwässer zu denken oder ist man vielleicht bereits infiziert oder gar „abhängig“? Ist das Paddeln nun ein Sport oder eine Krankheit?
So entstand auch die Idee zu unserem Kurzfilm „WWV – Der Wildwasservirus“. Per E-Mail wurden Ideen zum Thema Wildwasservirus zusammengetragen und sortiert. Nach ein paar Tagen stand dann auch schon der Ablauf, allerdings hatte keiner von uns zuvor Erfahrungen mit Kamera, Schnitt, usw... Nach dem Motto „Ein Argument, aber kein Hindernis“ schnappten wir uns Martins kleine Mini-DV Kamera und orderten bei Ebay eine Firewire Karte für den PC. Kurz darauf gings los! An einem paddelfreien Wochenende (wir konnten dem Wildwasservirus für ein paar Tage widerstehen) drehten wir schnell die meisten Szenen, die restlichen folgen step by step. Ab dann saß Roli viele Stunden beim Schneiden und Bearbeiten am PC, durchsuchte zahlreiche Videoforen und blätterte wie wild im After Effects Einsteigerguide. Dann kam Matze für ein paar Tage aus Mannheim nach München und war sofort Feuer und Flamme für unser kleines Filmprojekt (Wildwasservirus bei einem Nichtpaddler?). Er kümmerte sich um die Aufnahmen der Sprecherstimme von Johannes, ersetzte Phillip den eigentlichen Professor und half kurzerhand beim endgültigen Schnitt von „Wildwasservirus“.
Nachdem wir von Olaf’s 5min. Grenze erfuhren mussten wir wieder willig einige Szenen rauswerfen* und kürzen wo möglich. Obwohl der Einsendeschluss zweimal nach hinten verlegt wurde haben wir es gerade noch rechtzeitig zum eigentlichen Termin geschafft unsere DVD Wildwasservirus auf den Weg nach Nussdorf zu senden. * Wir hatten tatsächlich auch mit dem Gedanken gespielt mit dem Boot im Münchener Rathausbrunnen zu drehen. Zwei Dumme - eine Idee, denn beim Filmfestival waren solche Bilder vertreten.
Einige Tage später landete eine Mail von Olaf in Roli’s Postfach „hi roli, jojojo, euer film ist eingetroffen. respekt, ganz großartiges kino.“ Geschafft! Wir hatten ja keine Ahnung ob unsere Idee mit dem Wildwasservirus ankommt und vor allem ob wir überhaupt Olafs qualitativen Ansprüchen gerecht werden können ;)
In Rosenheim warteten die ersten Newcomerfilme mit Szenen aus dem neusten Werk der „Sickline“ Reihe auf und unsere Aufregung stieg. Als endlich unser fiktiver RTL III Teaser über die Leinwand flog kam der Shock, das Bild ist beschnitten, teilweise fehlt das Logo und die betexteten Balken waren quasi nicht zu lesen! Die ersten Lacher blieben aus und wir sahen unsere Chancen kurzzeitig noch weiter sinken. Langsam, hier ein Kichern da ein Schmunzeln und bald breites Lachen im ganzen Saal! Bei der Abschlussszene tobte dann merklich das komplette Kino. Der Wildwasservirus ist übergesprungen!
Mit ca. 5 dB Vorsprung applaudierten uns die Zuschauer kurze Zeit später tatsächlich auf Platz 1. Auf der Bühne nahmen wir stolz unsere nagelneue Helmkamera und Pokal für den ersten Platz entgegen....
Danke an alle die für uns Lärm gemacht haben ! ;)
Roli ist seither wirklich ständig mit seiner Kamera am Bach und schnippelt quasi von jedem Paddeltrip kleine Videoclips! Zur Heilung des Wildwasservirus hat der Film aber keineswegs beigetragen, im Gegenteil er hat noch viel mehr Leute mit dem Wildwasservirus infiziert.
To be continued ...
WATCH THE MOVIE
OUTTAKES
MUSIC
FOTOS
HELMKAMERA EINSATZ
video bei frühjährlichem Nieder-
wasser in der Teufelsschlucht